Wild-Kräuterwanderungen

Im Frühjahr beginnt wieder die Zeit, in der man im Garten sein Salat und Gemüse zu ziehen beginnt, sie hegt und pflegt, gegen Kälte und allzu große Hitze, gegen Schnee im frühen Frühling und Hagel im Hochsommer, gegen Trockenheit und Fäulnis sowie gegen Schnecken und Blattläuse zu schützen versucht, wo man stolz auf seine ersten Ernte ist und frustriert ist, wenn man nicht allzu regelmäßig im Garten arbeiten kann und die "Unkräuter" vieles der selbstgezogenen Pflänzchen "überwuchert" haben.
Dann, - spätestens dann -, könnte man auch innehalten, und sich mal anschauen, was für ein (Un)kraut da so (un)glaublich kraftvoll, dynamisch und ....wuchert, sich fragen, ob diese (un)geheuerliche Lebenskraft uns vielleicht sogar besser tut, als die, eines "hochgezüchteten" und hochgepäppelten Kopfsalates. Oder zumindest eine geniale Ergänzung dazu ist:
Doch jetzt bleiben noch die Fragen, was ist das da genau, ist es eßbar oder gar giftig ?
Oder:
Ich kenne zwar diese und jene Wildpflanze, erkenne sie aber nicht in jungem Stadium, in dem sie am leckersten schmeckt, sondern nur, wenn sie blüht.
Um Wildpflanzen erkennen zu lernen, um sie unterscheiden zu lernen (von z.B. ähnlichen giftigen oder nicht geeigneten Sorten), um ihre Standpunkte in Wald und Flur zu entdecken, führe ich vom Frühjahr bis zum Herbst - auf Wunsch auch im Winter, denn auch dann wächst noch einiges - immer wieder Kräuterwanderungen durch, bei denen ich jeden Interessierten - ob jung ob alt, ob völlig (Un)wissend oder schon selbst zu einem "Waldschrat" geworden - gerne einführe.
Gerne lasse ich mich auch von Gruppen einladen, gehe mit euch in eueren eigenen Garten, oder in eurer Umgebung, um dort vor Ort die Kräuter zu bestimmen.
Auch für speziell für Kinder (die natürlich immer dabei sein können) mache ich gerne eine "Wanderung".
Ich führ(t)e auch schon kleine und große Menschen aus
Kindergärten, Schulen, Kinder- u. Altersheime, Kliniken (zB. regelmäßig Suchtklinik Münchwies), Vereine, Betrieb(sausflüge)
durch Wald und Wiesen...
Auf folgendes muß ich allerdings hinweisen:

Bei alle Kräuterwanderung taucht immer wieder die eine leidige Frage auf, die nach dem
Fuchsbandwurm
An den in freier Natur gewachsenen Pflanzen (übrigens auch an den gekauften Gemüsen, Salaten und (Erd)beeren !!!) können sich die mikroskopisch kleinen Eier des sogenannten Fuchsbandwurmes befinden, der im ungünstigen Fall den Menschen als Zwischenwirt nutzt und zu schweren, oft erst nach Jahren erkennbaren Organschäden führen kann.
Durch Trockenheit und Hitze (über 60 C), nicht aber durch bloßes Abwaschen, können die Eier abgetötet werden.
Übertragen wird er meines Wissens durch (.den Kot ) aller Mäuse fressenden Tiere, wie Fuchs, Katze und Hund.
Das hört sich ganz dramatisch an und hält viele vom Sammeln ab. Man bedenke aber, dass Jeder dieser "Gefahr" in viel höherem Maß schon die ganze Zeit ausgesetzt ist, da ein Fuchs ja auch an gekauften Gemüsen, Salaten und (Erd)beeren, die im Freien wuchsen, vorbei spaziert sein kann!!! Und da es dennoch kaum von solchen Krankheitsfällen zu hören ist, würde ich die "Gefahr" des Autofahrens viel,viel höher einschätzen.
Seltene "Gefahren" hören sich immer spannender an!
Auch auf Weiden sollte man möglichst keine Kräuter sammeln, wegen der sich eventuell im Kot der Haustiere befindlichen Parasiten.
Mehr Info darüber gibt es z.B.: bei der Verbraucherzentrale.
Ja, und das man nicht an Autostraßen oder direkt am Wegrand, wo viele Hunde ausgeführt werden, pflückt ist sicher selbstverständlich.
Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, der kocht alles ab oder sucht nur Kräuter und Beeren ab einer gewissen Höhe (höher als ein Fuchs groß ist) oder im eigenen, vor Tieren sicher eingezäuntem, Garten.
Grundsätzlich sollte immer nur das gesammelt - oder zumindest gegessen - werden, was man auch genau kennt.
Natürlich ist jeder hier für sich selbst verantwortlich.
